Fotogalerie
1985 initiiert Baron Eric eine künstlerisches Projekt das Lafite mit den großen Talenten aus dem Bereich der Fotografie zusammenbringt, darunter Jacques Henri Lartigue, Irving Penn, Robert Doisneau und Richard Avendon. Jedes Jahr erhält ein Fotograf die volle künstlerische Freiheit das Motiv für eine bebilderte Grußkarte des Weinguts zu erstellen. Die Sammlung wurde rückwirkend von 1975 bis 1985 vervollständigt, und mehr als 30 Künstlern haben mittlerweile an dem Projekt teilgenommen. Daniel Vignant, ein ehemaliger Creative Director bei Publicis, unterstützt Eric de Rothschild bei diesem Unterfangen.
„Offensichtlich braucht ein Château Lafite keine Werbung. Dieser Nektar der Götter spricht für sich selbst! Aber die Idee, dieses brillante Image mit Kunst in Verbindung zu bringen, ist fesselnd. Wir engagieren uns nun schon seit über 20 Jahren dafür, gemeinsam mit vielen ‚Dinosauriern’ des Genres aber auch mit einigen der großartigsten neuen Talente – und wir werden an diesem Engagement mit ungezügelter Begeisterung festhalten.“
2011 Eliott Erwitt
„Wenn Sie Janine Niepce und auch uns fragen, dann gehört Elliott Erwitt zu der seltenen Kategorie von Fotografen, die uns zum Lachen bringen. Bei der diesjährigen MEP-Ausstellung in Paris hatten wir großen Spaß mit Erwitts Humor. Alle zehn Schritte oder bei jedem dritten Bild gab es etwas, dass einen zum Lachen oder zumindest zum Lächeln brachte.
Elliott Erwitt ist der Sohn russischer Einwanderer und wurde 1928 in Paris geboren. Während der 50er Jahre kam er zu Magnum Photos in New York. Seit über 50 Jahren erscheinen seine Reportagen und Illustrationen in Publikationen auf der ganzen Welt. Auch seine aktuellsten Fotografien haben nichts von der Originalität und Finesse eingebüßt, für die er bekannt ist.
Für die Grußkarte 2011 hat Elliott Erwitt sein aufmerksames Auge auf das Château Lafite gerichtet. Es ist das Auge eines Meisters, der sich selbst gerne als „Amateur“ bezeichnet – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, als einen Liebhaber.“
2010 Béatrice CARACCIOLO
Von Beatrice Caracciolo stammen bereits die zweite Fotografien dieser Kollektion. Nach ihrem Bild Mer d’Aquitaine (“Meer von Aquitanien”) aus dem Jahr 2006, ziert 2010 ihre Darstellung der majestätischen großen Zeder auf Lafite – die nach einem Sturm 1999 gefällt werden musste – die Grußkarten der Domaine.
2010 ist auch ein wichtiges Jahr für Beatrice Caracciolos Karriere als Malerin:
Die Französische Akademie in Rom präsentiert vom 24. Januar bis zum 14. März 2010 ihre Arbeiten in einer Ausstellung mit dem Titel Tumulti in der Villa Medici.
2009 William KLEIN
William Klein begann seine Laufbahn als Maler, wurde dann zum Fotograf und Filmemacher. Er liebt große Metropolen und lässt sich in keine Kategorie einordnen. Er wurde 1928 in New York geboren, mit zwanzig entdeckte er das quirlige Leben in Paris. Die französische Hauptstadt hatte es ihm angetan und er blieb dort. Bevor er zur Fotografie überwechselte, begann William Klein zu malen, unter anderem in der Werkstatt von André Lhote, wo sich sein künstlerischer Blick schärfte.
„Fest entschlossen, der weißumrandeten Fotografie den Garaus zu machen, fotografierte er Straßenszenen mit einem Weitwinkelobjektiv.“
2008 Paolo ROVERSI
Der 1947 in Ravenna (Italien) geborene Paolo Reversi ist einer der berühmtesten Modophotografen der Welt. Geprägt von der italienischen und gleichzeitig auch von der Pariser Kultur nähert er sich von zwei Seiten der Eleganz. Seine Bilder sind poetisch und farbig oder sehr kontrolliert und schwarz-weiß. Dieser Stil, der kraftvoll und sanft zugleich ist, ist Paolo Roversis Markenzeichen. Der Fotograf liebt es, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verflechten.
2007 Marie-Laure de DECKER
Marie-Laure de Decker wurde 1947 in Bone in Algerien geboren. Schon mit 23 Jahren war sie Reporterin für die Agentur Gamma und berichtete über alle großen Ereignisse und Kriege in der Welt. Sie brachte ausführliche Reportagen über Vietnam, Südafrika, Tschad, Chile. Ihre Photos sind ehrlich und weisen oft ein poetisches Detail auf. Mit ihren Porträts und Modephotos beweist sie einen verständnisvollen, feinen Blick. Seit vier Jahren folgt sie dem Stamm der Woodabes im südlichen Tschad.
2006 Béatrice CARACCIOLO
Die Italienerin Beatrice Caracciolo studierte von 1976 bis 1979 an der Universität New York und später in Columbia. Die Malerin und Gelegenheits-Fotografin stellte ihre Arbeiten in den Neunziger Jahren zum ersten Mal öffentlich aus und erfuhr eine begeisterte Rezeption durch die Kulturszene bei ihren Ausstellungen in Paris und New York. Château Lafite Rothschild ist für die Künstlerin ein Hafen der Ruhe, den sie in diesem Landschaftsfoto darstellt: Der Horizont scheint zu verschwinden, um dem Traum das Feld zu überlassen.
2005 Esther SOBIN
Die junge Fotografin wurde in der Provence als Tochter englisch-amerikanischer Eltern geboren. Sie studierte in Paris, bevor sie in New York in der Filmindustrie arbeitete. Seit 1999 sind ihre fotografischen Arbeiten in Südostfrankreich und in den USA ausgestellt worden. Ester Sobin fotografiert innere Landschaften, die Landschaften ihrer Kindheit, zu denen sie immer wieder zurückgekehrt ist. Die Arbeiten der Künstlerin beschwören die Magie des Augenblicks, die Magie von einzigartigen Momenten, in denen sich die Dinge in einem ganz neuen Licht zeigen.
2004 Martine FRANK
Martine Frank wurde in Antwerpen geboren und studierte Kunstgeschichte in Madrid und am Louvre in Paris. Ihre ersten fotografischen Arbeiten wurden in der Zeitschrift Life veröffentlicht. Seit 1983 ist sie Mitglied der Agentur Magnum, wo sie Porträts von Künstlern und Schriftstellern fotografiert, aber hauptsächlich an Reportagen über humanitäre Hilfsaktionen arbeitet. So arbeitete sie mehrere Jahre lang mit der Organisation „Petits frères des pauvres“ zusammen. Ihren Arbeiten sind zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen gewidmet.
Diese Reportage über Château Lafite Rothschild entstand während eines Aufenthalts im Sommer auf dem Weingut mit ihrem Lebensgefährten Henri Cartier-Bresson.
2003 Janine NIEPCE
Die 1921 in Meudon geborene Janine Niepce ist die Tochter eine Winzers aus der Bourgogne, der Anfang des Jahrhunderts nach Paris kam, um der Phylloxera-Plage zu entfliehen. Einer seiner entfernten Verwandten, Nicéphore, ist einer der Erfinder der Fotografie. Schon von Anfang ihres Kunst- und an Archäologie hatte sich Janine für die Fotografie begeistert, der sie sich nach dem Krieg vollständig widmete. Die Fotos von Janine Niepce sind weit verbreitet, und haben seit den 60 Jahren einen großen Beitrag zur Imagebildung Frankreichs geleistet. Ihr Hauptwerk befasst sich mit den letzten 50 Jahren der Entwicklung der Rolle der Frau. Für Château Lafite hat Janine Niepce mehrere Fotografien angefertigt, darunter ein Bild auf dem sich Château in einem Teich widerspiegelt. Auf dem Kopf gehalten scheint es, als wären die Seerosen UFOs am Himmel über Lafite...
2002 Richard AVEDON
Richard Avedon wurde 1923 in den Vereinigten Staaten geboren und war seit seiner Kindheit mit Mode und Fotografie in Kontakt. Sein Vater war Eigentümer eines Geschäfts für Damenmode. Die Mutter sammelte Modezeitschriften und fotografierte selbst. 1942 leistete er seinen Wehrdienst in der Fotoabteilung der amerikanischen Handelsmarine. 1945 zeigte er sein Portfolio A. Brodovitch, dem Art Director von Harper's Bazaar, der zu seinem Mentor wurde. Avedon begann für die Zeitschrift zu Arbeiten, eine Kollaboration, die 20 Jahre dauerte. Anschließend arbeitete er für verschiedene große Agenturen, darunter Egoïste, Look und Graphis, entwarf zahlreiche Werbekampagnen und wird heute als einer der bedeutendsten Fotografen der 50er Jahre angesehen. Avedon interessiert sich besonders für die „emotionale Geographie“ des Gesichts und des Körpers.
2001 François Marie BANIER
Dies ist bereits der zweite Beitrag, den François Marie Banier für diese Sammlung geleistet hat (seine früheren Bilder sind von 1994). Der Charme dieses Bildes ist ein Symbol für das neue Jahrtausend – Liebe und Schöpfungskraft. François Marie Banier ist Schriftsteller, Maler und Fotograf. Besonders bekannt ist er für seine Fotografien von berühmten Persönlichkeiten aus dem Bereich der darstellenden Kunst.
2000 Antonin BORGEAUD
Antonin Borgeaud ist der jüngste Fotograf, der die große Vergangenheit Lafites in Bilder gefasst hat. Seine Doppelbegabung für die Fotografie und die Dichtung hat ihn nicht davon abgehalten, für die Zeitung Libération aus Südamerika, der Mongolei oder auch Südfrankreich zu berichten. Zu seinen Arbeiten zählen auch mehrere schöne Porträts. Antonin Borgeaud hat die verschiedenen Facetten des Château Lafite Rothschild in einem Bildband festgehalten.
1999 Jean Michel FAUQUET
Jean Michel Fauquet wurde 1950 in Lourdes geboren. Er verbrachte 12 Jahre in Kanada wo er an einer Universität Fotografie unterrichte. Später zog er nach Paris wo er auch ausstellte. Seine Arbeiten gleichen eher Ölbildern als Fotos. Er hat eine sehr persönliche Weise, Licht und Formen zu sehen. Seine Abzugstechniken und die besonderen Papiere und Unterlagen, die er dafür verwendet, geben ihm das Falir eines Alchimisten. Für die Herstellung seiner Bilder bedient er sich vieler verschiedene Techniken: Zeichnung, Malerei, Bildhauerei und Fotografie.
1998 Bernard TOUILLON
Bernard Touillon ist ein großartiger Fotograf für Stillleben und wird von den großen Magazinen für seinen kreativen Perfektionismus geschätzt. Bei dieser Komposition entwickelte Bernard Touillon das Foto mit Hilfe des Fotografen Homi in einer besonderen Relief-Technik. Der Effekt ist beeindruckend, fast wie eine Einladung sich niederlassen und ein Glas Wein zu trinken.
1997 Franck HORVAT
Frank Horvat wurde im April 1928 in Italien geboren. Mit 15 Jahren tauschte er seine Briefmarkensammlung gegen eine Fotokamera ein, eine 35 mm Retinamat. Er studierte zuerst Zeichnen an der Accademia di Brera und arbeitet anschließend in einer Werbeagentur. 1949 begann er als unabhängiger Fotograf für Magazine zu fotografieren. Ab 1957 schaffte er den Durchbruch in der Pariser Modewelt (Elle, Glamour, Vogue...). 1989 experimentiert er mit der digitalen Fotografie, die er auch für diese Glückwunschkarte verwendet hat. Sie zeigt einen Fuchs in einer der jahrhundertealten Parzellen des Château Lafite Rothschild. Diese Komposition beruht auf einem Vorschlag von Baron Eric, die der Künstler mit Begeisterung aufgriff.
1996 Andy GOLDSWORTHY
Der Bildhauer Andy Goldsworthy ist eine der schillerndsten Figuren der britischen Land Art. Überall in der Welt zeichnet er sich durch Kunstwerke aus, die sich harmonisch in die Natur einfügen. Eis, Stein, Blätter, Holz, Meer und Flüsse sind seine Inspirationsquellen. Für das Château Lafite Rothschild hat er diese „schwarzen Löcher“ fotografiert, die für ihn die Schöpfung der Welt verbildlichen.
1995 Jorge DAMONTE
Jorge Damonte kam zwar 1943 in Argentinien zur Welt, verbrachte aber seine Kindheit zwischen Montevideo und Paris, da seine Familie im Exil lebte, um der Militärdiktatur zu entkommen. Kultur und Kunst waren die beiden Leidenschaften in seiner Familie. Mit 10 Jahren begann er, mit einer alten Polaroidkamera zu fotografieren, und arbeitete später an der Seite des Journalisten Jaime Giralt Font. Mit 26 gehörte er schon zu den Profis. 1974 zog er endgültig nach Paris, wo er zuerst Theaterfotografie betrieb, dann aber für Yves Saint Laurent arbeitete. 1974 stellte er das erste Mal in Paris aus. Seit 20 Jahren macht er keine kommerziellen Fotos mehr, um absolute künstlerische Freiheit zu haben. Baron Eric und Daniel Vignat wendeten sich zu einer Zeit an ihn, als er sich gerade mit Panoramaaufnahmen beschäftigte…
1994 François Marie BANIER
François Marie Banier, wurde im Juni 1947 geboren. Er war 16 Jahre alt, als er zum ersten Mal Salvador Dalí traf, der sich sehr für seine Zeichnungen interessierte und damit sein Talent entdeckte. Der Schriftsteller, Maler und Fotograf wurde zum Liebling Pierre Cardins. Man sagt von ihm, er sei der Fotograf der Stars, aber er widmet sich genauso den Namenlosen. Er bekam den Auftrag, sich beim Fotografieren in Lafite alle Freiheiten zu nehmen, und das hat er auch getan. Seine Bilder wurden für zwei Glückwunschkarten verwendet: 1994 und 2001
1993 Robert DOISNEAU
Robert Doisneau kam im April 1912 in Gentilly zur Welt. 1925 begann er auf der Ecole Estienne in Paris eine Ausbildung zum Lithographen. Seine berufliche Karriere begann er als Schriftmaler und Werbefotograf. In seinen Fotos interessiert er sich für das Leben der Arbeiter. Das Bild, dass er für Château Lafite Rothschild aufnahm, illustriert gut diesen Stil, der ihn berühmt gemacht hat. Er verstarb wenige Jahre nach dieser Aufnahme im April 1994. Diese Arbeit ist die Frucht der außerordentlichen Beharrlichkeit von Daniel Vignat, der zwei Jahre dafür benötigte, den „Meister“ endlich zu treffen. Dann allerdings dauerte es nur einige Minuten, um ihn zu überzeugen. Während dieser Begegnung stellte sich heraus, dass beide Männer mit dem Dichter Jacques Prévert befreundet waren, welchen Doisneau wie einen Bruder betrachtete.
1992 Jean Baptiste MONDINO
Jean Baptiste Mondino begann seine Karriere als Graphiker bei Publicis, bevor er seine Chance nutzte und mit einer Kampagne für Dim für Furore sorgt. Sein Steckenpferd ist es, Rockgruppen zu fotografieren – er ist ein leidenschaftlicher Musikliebhaber. Anschließend filmte er Videoclips für Stars wie Sting, Madonna und Vanessa Paradis… Auch die Großen in der Haute Couture (Jean-Paul Gaultier, Yves Saint Laurent, Christian Dior...) schätzen ihn sehr. Seine Originalität und sein Sinn für das Licht waren es, die Baron Eric und Daniel Vignat dazu verführten ihn um seine Mitarbeit zu bitten. Im Château Lafite konzentrierte er seinen Blick auf die Fässer und ihre Abdrücke auf den Mauern, die ihn an Höhlenmalereien erinnerten.
1991 Tessa TRAEGER
Die großartige englische Fotografin Tessa Traeger hat eine ganz besondere Technik: Zuerst fotografiert sie und retuschiert dann ihre Bilder, wobei sie ihre Vision nachhaltig verändert. Ihre Arbeit wurde besonders in der englischen Vogue veröffentlicht, die sich sehr für ihre Sichtweise interessierte. Ihre Arbeit ist heute ganz der Kreativität gewidmet. Für dieses Bild nahm Tessa Traeger zuerst Serien des Château und seiner Umgebung auf und machte davon übergroße Abzüge. Anschließend sammelte sie Blumen, Früchte und Blätter auf dem Weingut und bedeckte damit die Abzüge, wobei sie die farbliche Harmonie der Fotos bewahrte. Dann fotografierte sie diese Collagen ab und setzte alles im Computer wieder zusammen.
1990 Michel GUILLARD
Der Bilderstürmer Michel Guillard ist gemeinsam mit Jean Paul Kaufmann der Gründer des Magazins „L'amateur de Bordeaux“. Diese Monatszeitschrift ist die inoffizielle Zeitschrift der Welt der Bordeauxweine und unterscheidet sich durch die Qualität seiner Fotografie, sein Layout und seinen Stil, die sehr von Michel Guillard geprägt ist. Er verbrachte schon häufiger für seine Reportagen Zeit auf Lafite. Dieses Foto ist ein brillantes Beispiel für alles, was seinen Blick ausmacht: Menschen, ein Weinberg, ein Weinkeller, eine Geschichte…
1989 Keiichi TAHARA
1951 in Kyoto geboren, ließ sich Keiichi Tahara im Jahre 1973 in Paris nieder. Nachdem er in Japan bereist Kurzfilme gedreht hatte, wechselte er zur Fotografie, wobei er sich besonders für Schattenspiele, Oberflächenbeschaffenheiten und Texturen interessiert. Er gilt als einer der großen Architekturfotografen und hat für verschiedene Länder und große Museen gearbeitet. 1988 wurde ihm der Nicéphore-Niepce-Preise und der Grand Prix der Stadt Paris verliehen. Keiichi Tahara war ganz selbstverständlich die erste Wahl, um das neue Weinlager zu fotografieren.
1988 Irving PENN
Irving Penn, Jahrgang 1917, hat alle Persönlichkeiten fotografiert, die sein Jahrhundert prägten: Bildhauer, Tänzer, Regisseure, Architekten und Schriftsteller. 1950 bannte er die erste seiner 27 Haute-Couture-Saisons auf Zelluloid, und ab 1964 verhalf er der Platin-Palladium-Drucktechnik, die besonders samtige Grautöne ermöglicht und die seit 1900 in Vergessenheit geraten war, zu neuem Ruhm. Penn lichtete mit einer extrem raffinierten Nüchternheit Modekreationen, Stilleben, Akte und fremde Völker, wie in Nepal und Peru, ab. Das Museum of Modern Art in New York widmet ihm 1984 eine Retrospektive. Am Anfang dieses Fotos stand eine Skizze, die er auf ein verknittertes Kalenderblatt gezeichnet und per Post verschickt hatte. Nach der ersten Überraschung wurde dem Künstler aber freie Hand gelassen.
1987 Jean LARIVIÈRE
Jean Larivière war in den 80er Jahren schon ein erfolgreicher Werbefotograf als er mit seinen Fotos für Louis Vuitton – es handelte sich dabei um wahrhafte Kunstwerke – endgültig den Durchbruch schaffte. Er wurde zum Liebling elitärer Magazine wie Egoïste und seine Arbeit wird als " prachtvoll und elegant" gepriesen. Als junger und begabter Künstler, Jahrgang 1940, setzt er einen neuen Ton der zwischen den Generationen der Fotokunst hin- und herwandert, und die Hoffnungen von Baron Eric und Daniel Vignat voll erfüllte. Sein Foto auf der Terrasse des Château symbolisiert die Geschichte und das über Generationen hinausgehende Fortdauern der Familie: das Bild am Fuß des Baums ist ein Portrait von Baronesse Charlotte, der Tochter von Baron James de Rothschild, gemalt von Harry Sheffer.
1986 Jacques Henri LARTIGUE
Jacques Henri Lartigue, 1894 in Courbevoie geboren, arbeitete seit seiner Jugend als Fotograf. Zwischen den Weltkriegen war er vor allem als Maler anerkannt und bewundert. 1963 widmete ihm das New Yorker Museum of Modern Art seine erste Einzelausstellung, wodurch J.H. Lartigue zu einem der gefeiertsten Fotografen des 20. Jahrhunderts wurde. Jacques Henri Lartigue starb 1985, im selben Jahr in dem er dieses wunderbare Foto des Château Lafite Rothschild und seinen Weinreben komponiert. Ein einziger Anruf von Daniel Vignat hatte genügt, dass der inzwischen 91 Jahre alte J.H. Lartigue voller Begeisterung seine Kamera einpackte und sich auf den Weg machte – nicht ohne sich vorher zu vergewissern, dass es auch guten Wein zu trinken gäbe!
1985 Fred JOURDA
Ein Absolvent der Louis-Lumière-Schule in Paris, ergriff Fred Jourda eine Karriere als Farbdrucker bei Picto, eine Spezialität, die ihn immer fasziniert hatte und die er heute noch für großformatige Fotografien einsetzt. Fred Jourda hat seine hellsten Moment in der Dunkelkammer. Er bereiste die Welt um weite, offene Räume, das Licht und den Horizont zu entdecken. Er benutzt eine Instamatic-Kamera – das heißt keine Einstellungen, keine erstaunliche Technik, keine Komposition, nur seine Sichtweise und der Bildrahmen: der Schlüssel zu seiner Arbeit ist die Reflexion der Nature.
1984 Nicholas VREELAND
Nicholas Vreeland oder „Nicky“ ist buddhistischer Mönch und gleichzeitig auch Fotograf. Er lichtete 1979 den Dalaï Lama in den USA a. Während einer Reise nach Dharamsala bei der er Portraits von heiligen Männer mit einer großen Sucherkamera aus Holz machen wollte, entschied er sich dazu, ein Mönch zu werden. In den Neunziger Jahren wurde er ordiniert. Seine Bilder für Lafite drücken die Ruhe einer friedvollen Seele aus.
1983 Alexandre BAILLACHE
Alexandre Baillache war Assistent von François Halard und Jacques Dirand. Er arbeitete für La maison de Marie-Claire and Vogue und später in USA für House and Garden. Derzeit spezialisiert er sich auf Bildkompositionen mit Pflanzen und gelegentliche Portraits.
1982 Alexandre AMIC
Amic wurde 1990 zum Fotografen und ging nach China. Er hat sehr viele dokumentarische Werke in Indien gemacht. Als Fotograf und Schiffzimmermann ist der Inhalt seiner Bilder stark davon abhängig, wo er gerade arbeitet. Für ihn sind Fotgrafien eine Ansammlung von „Spuren des Lebens“.
1981 Pascal DOLEMIEUX
„Versuchen Sie mal ein Bild vom wirklichen Leben zu machen, ohne es zu verändern, so Pascal Dolemieux. Seit dem ist er ständig unterwegs die wirkliche Welt mit erfundenen Bildkompositionen zu verändern... 1981 erhielt er den Preis der nationalen Gesellschaft für Fotografie und ein paar Jahre später den Niepce-Preis sowie viele weitere Auszeichnungen. Er sagt über sich selbst: „Ich sehe die Welt durch das Fenster eines sehr obskuren Raumes… manchmal reicht mir die Welt nicht… man braucht etwas von allem, damit es eine Welt ist, oder man erfindet eben andere.”
1980 Marc RIBOUD
1953 begann Riboud bei Magnum Photos. Seine Kunst die flüchtigen Momente des Lebens mit ausdrucksvollen Bildern einzufangen war schon damals deutlich und sollte ihm in den folgenden Jahrzehnten noch sehr nützlich sein. Er bereiste Indien von 1955 bis 1957, Später, im Jahr 1957, war er einer der ersten Europäer die nach China gingen. 1959 wurde er Vize-Präsident von Magnum in Europa. Riboud war Zeuge der Schrecken des Krieges und der bemerkenswerten Erosion unterdrückter Kulturen. Trotzdem ist es ihm gelungen, den Charme des täglichen Lebens an weit entfernten Orten dieser Welt einzufangen – Orte, die in Sonnenlicht gebadet sind, und die Lyrische an spielenden Kindern in Paris.
1979 Alexandre BAILLACHE
Alexandre Baillache war Assistent von François Halard und Jacques Dirand. Er arbeitete für La Maison de Marie-Claire and Vogue und später in den USA für House and Garden. Derzeit spezialisiert er sich auf Bildkompositionen mit Pflanzen und gelegentliche Portraits.
1978 Richard KALVAR
Nachdem er English und Amerikanische Literatur studiert hatte, wurde Richard Kalvar 1965 Assistent des Modefotografen Jérôme Ducrot. Er verbachte einige Zeit in New York und kehrte dann nach Paris zurück. Als Mitglied der VU Agentur, initiierte er VIVA und trat MAGNUM bei, wo er Präsident wurde. Seine Arbeit konzentriert sich auf das tägliche Leben in der Stadt, das er ausgiebig in der ganze Welt fotografiert hat. Richard Kalvar ist einer jener seltenen Vögel, die einen zum Lachen bringen.
1977 Horst P.HORST
In Deutschland geboren, arbeitete Horst vor allem in den Vereinigten Staaten. Als Modefotograf beeinflussten ihn griechische Skulpturen, die verschiedenen Völker der Erde und Hoyginen-Huene, von dem er ein Student war. Er wurde sogar sein Nachfolger bei Vogue und etablierte bald seinen Ruf als großer Fotograf von Eleganz und Glamour. Als er nach Lafite kam, um dort Fotos zu machen, projizierte er seine Vision einer Frau aus einer anderen Epoche hierher: eine Frau in Rot in einem roten Raum mit einer roten Rose.
1976 Willy RONIS
Willy Ronis wurde gleich nach dem Krieg ein Mitarbeiter der Rapho Agentur und arbeitete für Regards, Time und Life. Gemeinsam mit Robert Doisneau war er ein Mitglied der „Group of XV“. Ganz und gar ein Mann des 20. Arrondissement und des 20. Jahrhunderts, gefiel es ihm das tägliche Leben gewöhnlicher Menschen zu dokumentieren; er fotografierte elegante Aufnahmen der Provence und entblößte noch im Alter von 98 die Frauen, die ihn inspirierten. Seine Arbeiten werden in Museen in der ganzen Welt ausgestellt.





