Château Lafite Rothschild
Keller
Traditionelle Weinbereitung und strenge Auslese
Die Lese jeder Parzelle wird vorerst in getrennten Fässern verarbeitet, damit die Identität der Lagen, in denen die Trauben herangereift sind, erhalten bleibt. In Lafite gehen Tradition und technischer Fortschritt Hand in Hand, aber die Techniker verlassen sich bei der Entscheidung über die richtigen Zeitpunkte für Lese, Gärung und Abstich auf ihre Gaumen. Die Fermentation wird in großen Bottichen aus Eichenholz vorgenommen, wo die Moste zwischen 18 und 25 Tagen mazerieren.
Am Ende der Alkoholgärung wird der Inhalt der Bottiche ein erstes Mal verkostet, bevor er in die Fässer für den feinen Wein, den Vorlauf, umgefüllt wird. Der Satz wird seinerseits gepresst, um daraus den Pressmost zu gewinnen. Jetzt beginnt, wieder in Bottichen, die malolaktische Gärung, bevor der Wein chargenweise in Fässer gefüllt wird.
Alle dafür nötigen Fässer stammen aus der eigenen Küferei der Domaines. Im Dezember werden jedem Fass mehrere Proben entnommen, um die strenge Selektion für den Erstwein durchzuführen. Das Verschneiden findet nach dem ersten Abstich der Fässer im März statt. Damit beginnt die Phase des Ausbaus und der Reife des Weins im Weinkeller, die 18 bis 20 Monate dauert. Während dieser Zeit nimmt der Kellermeister eine Reihe von Abstichen vor, um den Satz vom sauberen Wein zu trennen. Außerdem wird der Wein geklärt, indem jedem Fass zuerst vier bis sechs leicht geschlagene Eiweiß zugegeben werden. Dadurch werden die letzten schwebenden Teilchen gebunden, die dann auf den Fassgrund sinken. Anschließend ist der Wein fertig für die Flaschenabfüllung, die im Juni stattfindet. Die durchschnittliche Jahresproduktion des Château Lafite Rothschild und seines Zweitweines Carruades de Lafite lag während der letzten zehn Jahre bei 45.000 Kisten.





