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Bericht über das Weinjahr 2017 Los Vascos

Trockene Witterung und hohe Temperaturen prägten den Jahrgang 2017

Für dieses Weinjahr sind die sehr hohen Temperaturen ab September und eine um 20 Tage vorgezogene Weinlese festzuhalten.
Aufgrund des geringen Jahresniederschlags von etwa 300 mm (2016 waren es 540 mm) mussten wir bereits im Frühjahr mit der Bewässerung der Weinberge beginnen.
Mit Durchschnittswerten von maximal 21ºC und minimal -1ºC waren die winterlichen Temperaturen normal.
Die warmen Temperaturen setzten bereits im September ein, was sehr frühzeitig ist. Wir verzeichneten maximale Temperaturen von über 30°C. Im Vorjahr waren solche Temperaturen erst ab November aufgetreten und hatten bis Februar gedauert.
Der Sommer war ausgesprochen heiß. Er erbrachte insgesamt 330 Stunden mit Temperaturen von über 30°C (gegenüber 164 Stunden für den selben Zeitraum in 2016).        
Diese hohen Temperaturen dauerten bis zur Weinlese an. Die Intensität der Sonneneinstrahlung stieg auf 181,2 W/m², was in Verbindung mit den geringen Niederschlägen eine frühzeitige Weinlese erforderte. Sie begann am 16. Februar und erfolgte damit 20 Tage früher als 2016.
Trotz einer geschickten Lenkung der grünen Ernte, insbesondere in den für die Grande Réserve und den Le Dix bestimmten Parzellen, erlitten wir bedingt durch das Klima Ertragseinsbußen von ca. 13%.
Diese Mengenreduzierung wurde jedoch durch ausgezeichnete qualitative Ergebnisse kompensiert, da in diesem Jahr Weine mit besonders schöner Konzentration entstanden.

2017: Geringere Erträge kompensiert durch konzentrierte, edle Weine

Cabernet Sauvignon: Die vor und während der Beerenreife herrschenden hohen Temperaturen führten zu einer schnellen und frühzeitigen Reifung der Cabernets. Da die Zeitspanne zwischen dem Beginn der Traubenreife und der tatsächlichen Lesereife deutlich kürzer war als üblich, waren auch die Trauben und Beeren kleiner als gewohnt.
Die Weinlese wurde zwischen dem 15. März und dem 25. April durchgeführt. Die Weine sind konzentriert und zeichnen sich durch einen schönen Tanningehalt, Noten von schwarzen Früchten sowie Anklänge von Kirsch- und Rösttönen aus. Sie verfügen über ein schönes Potenzial für den Ausbau.

Syrah: Beim Abstechen hatten die ebenfalls frühzeitig gelesenen Syrah-Trauben (vom 23. Februar bis zum 15. März) eine intensive, tiefdunkle Farbe sowie eine schön ausgeprägte Tanninstruktur, die nun in Eichenfässern aus unserer Küferei zur Entfaltung gebracht wird. Das Bukett dieser Weine ist durch würzige und blumige Noten mit Anklängen von schwarzer Tinte gekennzeichnet.

Carmenère: Für unsere Weine aus der Rebsorte Carmenère war dies insgesamt ein guter Jahrgang, da die für diese Rebsorte typischen pflanzlich herben Noten durch die Hitze abgeschwächt wurden. Die Weine sind dicht und haben eine schöne Farbe. Die Tanninstruktur unserer jüngsten, auf Granitböden angebauten Weine erscheint zwar noch etwas kantig, sie wird jedoch durch die prächtigen Weine unserer älteren Weinberge ausbalanciert.

Chardonnay: Die auf Los Vascos erzeugten Chardonnay-Trauben bringen Dichte und Schmelz. Mit ihren Noten von weißen Birnen, Ananas und Akazienblüten sorgen die aus den unweit vom pazifischen Ozean gelegenen Weinbergen von Casablanca stammenden Chardonnay-Trauben für Frische am Gaumen; diese Kombination ist einfach ein Gedicht. Die Chardonnays wurden vom 16. bis zum 22. Februar gelesen, was praktisch drei Wochen früher ist als in einem normalen Jahr.

Sauvignon Blanc: Die Sauvignon Blancs verfügen trotz des etwas zu warmen Weinjahres über eine schöne Frische: Es finden sich Noten von Zitrusfrüchten, Buchsbaum und grünem Spargel; am Gaumen schön ausgewogen. Die Weinlese wurde vom 20. Februar bis zum 15. März durchgeführt und hatte damit praktisch einen Monat Vorsprung gegenüber 2016!