« R » de Rieussec

Der  « R » de Rieussec wird auf dem Weingut Château Rieussec hergestellt (1er cru classé en Sauternes). Er wird zum Teil in den selben Weinbergen erzeugt wie der Sauternes. Die Weinlese in Rieussec beginnt mit den Lagen, die nicht das erforderliche Maß an Edelfäule aufweisen, und mit einer Auslese der gesunden Früchte anderer Lagen. Die Gärung findet zu 20 % in Eichenfässern statt. Diese Technik verleiht dem Wein eine gute Lagerfähigkeit, bewahrt aber gleichzeitig seine Frische und seine Frucht.

« R » de Rieussec

Jahrgänge

  • Jahrgang 2016

    • Sémillon: 57 %
    • Sauvignon: 43 %

    Der Winter begann wieder einmal mit einer sehr milden Witterung, die von Dezember bis Januar fortdauerte. Glücklicherweise setzte im Februar die Kälte ein. Das kalte Wetter herrschte fort, bis die Reben um den 8. April herum ausschlugen, und verursachte lokal einige Frostschäden.
    Das Frühjahr war bis Mitte Juni eher feucht, ohne jedoch den Verlauf der Blütezeit zu stören, die am 9. Juni einsetzte.
    Im Sommer war es daraufhin sehr warm und trocken. Diese Umstände bereiteten uns bis zum letzten Tag vor der Weinlese einige Sorgen um die Qualität und Frische der trockenen weißen Rebsorten.

    Harmonisches und ausdrucksvolles Bukett mit Noten von Zitrusfrüchten, Mango und anderen exotischen Früchten.
    Am Gaumen klingt dieser Wein mit Energie und Geradlinigkeit an und bestätigt den frischen und exotischen Eindruck aus seinem Bukett. Der Wein überzeugt durch eine schöne Fülle, die mit einem harmonischen Geschmack einhergeht. Die buttrigen Noten aus dem Barrique-Ausbau sind noch deutlich wahrnehmbar, werden aber in Kürze mit dem Wein verschmelzen und zu seiner Komplexität beitragen. Der Abgang wird durch eine angenehme Säure unterlegt.

  • Jahrgang 2015

    • Sémillon: 62 %
    • Sauvignon: 38 %

    Der Winter 2014-2015 war zunächst mild und trocken. Aber, wie so oft, brachte das kältere Wetter im Februar das Klima wieder ins Lot und führte sogar zu einer Verzögerung beim Austreiben der Reben.
    Das wärmere und beinahe zu trockene Wetter im Frühjahr war günstig für die Entwicklung der Reben. Bei den Pflanzen entstand jedoch ein leichter Trockenstress. Die Anfang Juni einsetzenden Regenfälle waren ideal für den Ablauf der Blüte. Die sommerlichen Temperaturen blieben bis Mitte August dann sehr warm. Das milde und etwas kühlere Wetter im Spätsommer sorgte für ausgezeichnete Bedingungen für die Reifung der Beeren.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (bei Abfüllung):

    Das Bukett wird von Blütendüften und der Lebhaftigkeit von Zitrusfrüchten beherrscht. Der Eindruck ist fein, die gut verschmolzenen Holztöne sorgen für eine schöne Komplexität.

    Am Gaumen klingt dieser Wein zunächst zurückhaltend an, entwickelt daraufhin aber seine ganze Fülle und bewahrt anschließend seine Ausgewogenheit. Der schwächer vertretene Sauvignon kommt gut zum Ausdruck, ohne jedoch die Eleganz des Sémillon zu übertönen.

     

     

  • Jahrgäng 2014

    • Sémillon: 54 %
    • Sauvignon: 46 %

    Die heftigen Niederschläge von November bis Februar brachten eine Ergänzung der 2012 und 2013 bereits gut gefüllten Grundwasservorräte.

    Der Austrieb erfolgte frühzeitig. In der ersten Juniwoche begünstigten die steigenden Temperaturen eine einheitliche Blüte. Auch in diesem Jahr erforderten die Wetterbedingungen die ständige Aufmerksamkeit unserer Winzer, und unsere Teams mussten das ganze Jahr hindurch aktiv daran arbeiten, um die Trauben in einem perfekt gesunden Zustand zur Reife zu bringen.

    Die Erträge waren zwar nicht besonders reich. Dafür erhielten wir jedoch einen vorzüglichen Tropfen!

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Der Sauvignon, dessen Buchsbaumnoten sich harmonisch zu den sehr dezenten Holztönen aus dem Fassausbau fügen, sorgt in erster Linie für die besonders angenehme Frische und aromatische Ausdruckskraft dieses Weines.

    Im Auftakt ist dagegen der Sémillon stärker präsent. Er verleiht diesem Wein, der jung getrunken werden sollte, seine Länge und Struktur.

  • Jahrgang 2013

    • Sauvignon 52 %
    • Sémillon 48 %

    Aufgrund des sehr feuchten und kalten Winters konnten die Weinbergsarbeiten erst mit großer Verspätung aufgenommen werden; die Rebstöcke trieben spät aus, die Blütezeit begann erst 3 Wochen später als im Durchschnitt der letzten 50 Jahre und verlief bei launischem Wetter, das zu Verrieseln und Kleinbeerigkeit führte und befürchten ließ, dass die Ernte geringer ausfallen würde als gewohnt.
    Ende Juni kam es zu einem plötzlichen Wetterumschwung mit bisher ungekannten hochsommerlichen Temperaturen sowie einer lokal stark ausgeprägten Gewitterneigung.
    Ab dem 15. September „kam Spannung auf“: aufgrund des ständigen Wechsels zwischen Regen und Sonnenschein ließ die Beerenreife auf sich warten; ein Teil des witterungsbedingten Verzuges wurde in dieser Zeit allerdings wieder aufgeholt.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (bei Abfüllung):

    Im Anklang überwiegen die fruchtigen Aromen des Sauvignon, darauf folgen die runderen Aromen, die der Sémillon beisteuert.
    Am Gaumen erweist sich dieser Wein als frisch und zunächst recht lebhaft. Im Finale gewinnt er dann an Rundheit.
    Die diskreten Barriquenoten lassen „Spielraum“ für den Ausdruck der Aromenpalette dieses Weins.

  • Jahrgang 2012

    • Sauvignon 45 %
    • Sémillon 55 %

    Aus der Sicht des Winzers war das Weinjahr 2012 ein kompliziertes Jahr mit einem feuchten Frühling und einem ständigen Wechsel von warmen und feuchten Perioden im Juli und August. Diese eher ungewöhnlichen Wetterbedingungen erforderten sorgfältig durchgeführte Schutzmaßnahmen für den Weinberg. Dank der besonderen Aufmerksamkeit unserer Techniker wurde die Lese im perfekten Reifezustand durchgeführt und erwies sich als sehr zufriedenstellend.

    Ergebnis der Verkostung (bei Abfüllung)

    Dieser Wein entwickelt seinen frischen und aromatischen Charakter aufgrund der Noten von weißem Pfirsich und seiner leicht säuerlichen (Zitrone und Pampelmuse) und exotischeren Aromen (Passionsfrucht).
    Am Gaumen zeigt er sich lebhaft ohne dominierende Strukturen, es folgt ein langer und voller Abgang. Servieren Sie diesen Wein nicht zu kalt, um die ganze Fülle seiner aromatischen Qualitäten genießen zu können.

  • Jahrgang 2011

    • Sémillon 68 %
    • Sauvignon 32 %

    Das Frühjahr war besonders mild, warm und trocken: Wetterbedingungen, die auf frühreifes Lesegut schließen ließen. Das Sommerwetter dann war abwechselnd kalt und feucht und änderte damit alle Vorhersagen. Zum Glück wurde das Wetter danach noch angenehm und sonnig.

    Ergebnis der Verkostung (bei Abfüllung)

    Schwach-goldene Farbe. Das Bukett ist typisch Sauvignon. Im Mund zeigt sich dieser Wein ausdrucksvoll. Hier zeigt sich auch die Kraft des Semillon.Sollte jung getrunken werden.

  • Jahrgang 2009

    • Sémillon 79 %
    • Sauvignon 18 %
    • Muscadelle 3 %

    Das Frühjahr war eher kalt und feucht. Es dauerte bis zum 15. Juni bis das
    Thermometer merklich stieg. Danach waren die Tagestemperaturen angenehm und
    die Nächte kühl.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Im Farbspiel sind einige goldene Reflexe sichtbar. Im Bukett finden sich die Noten 
    von Pampelmuse, weißem Pfirsich und Orangenblüte. Der Anklang am Gaumen ist
    direkt und rund. Die Aromen des Sauvignon sind sehr ausgeprägt aber die Stärke des 
    Sémillon, die sich noch weiter entwickeln wird, ist ebenfalls spürbar.Dieser Wein sollte nicht zu kalt getrunken werden um seine aromatischen Qualitäten zu bewahren.

  • Jahrgang 2008

    • Sémillon 47 %
    • Sauvignon 53 %

    Frost im Frühling verringerte Zahl und Ertrag der Beeren. Der August bot
    hervorragende Wetterbedingungen, und der September war heiß und sonnig, was zu
    einer gute Reife führt. Die Lese fand recht spät gegen Ende September statt und
    dauerte nur zwei Tage.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Wunderschöne strohgoldene Farbe, ein frisches Bukett in dem die Sauvignon-Aromen
    überwiegen. Auf die lebhafte Attacke am Gaumen folgen ein guter Körper und
    exotische Aromen im Abgang.
    Servieren Sie diesen Wein nicht zu kalt um die ganze Fülle seiner aromatische
    Qualitäten genießen zu können.

  • Jahrgang 2007

    • Sémillon 79 %
    • Sauvignon 21 %

    2007 hat es im Zeitraum von Mai bis August sehr viel geregnet. Die Trauben waren deshalb Ende August noch längst nicht reif, aber im Sonnenschein der ersten beiden Septemberwochen konnten sie noch viel an Reife hinzugewinnen. Dem kühlen Sommer ist es auch zu verdanken, dass die Aromen und die Typizität der Rebsorten gewahrt blieben.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Das Ergebnis dieses Jahrgangs ist von stroh- bis goldgelber Farbe. Im sehr frischen Bukett herrschen die Aromen von Pampelmusen und Litchi vor. Auf den lebhafter Anklang folgt ein langer, für die Rebsorte Sauvignon typischer, Abgang voller Südfrüchte.

  • Jahrgang 2006

    • Sémillon 70 %
    • Sauvignon 30 %

    Von April bis Juli sah es ganz so aus, als ob es ein großes, trockenes und sonniges Weinjahr werden würde. Doch der August war frisch, und regnerisch und die Traubenreife verzögerte sich. Zum Glück wurde das Wetter Anfang September wieder schön, so dass die Trauben doch noch gut ausreifen und schließlich gesundes Traubengut gelesen werden konnte.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Der Wein hat eine strohgelbe Farbe und ein feines, sehr frisches Bukett in dem beim Schwenken im Glas Noten von Südfrüchten deutlich werden. In seinem lebhaften Anklang am Gaumen lassen sich die gleichen Aromen wie im Bukett entdecken: Litchi, Ananas, Mango. Sein langer Abgang hat alle typischen Merkmale eines Sauvignon.

  • Jahrgang 2005

    • Sémillon 63 %
    • Sauvignon 37 %

    Ein trockener, aber kein heißer Jahrgang wie 2003. Die Niederschläge lagen 300 mm unter den Normalwerten, was sich aber nicht nachteilig auf die Reben ausgewirkt hat.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Strohgelbe Farbe mit grünlichem Schimmer. Im Bukett herrschen Südfrüchte wie Litchi vor. Am Gaumen ein runder, fülliger und voller Anklang. Gute Länge mit lebhaftem Abgang, geprägt durch Sauvignon. Gekühlt, aber nicht zu kalt zu trinken, um die Aromen nicht erstarren zu lassen.

  • Jahrgang 2004

    • Sémillon 80 %
    • Sauvignon 20 %

    Vor dem Einsetzen der Traubenreife war der Jahrgang 2004 zwei starken Hagelgewittern ausgesetzt. Die Schäden blieben zum Glück begrenzt, und die Trauben reiften im August bei Regen (an jedem zweiten Tag!) heran. Das milde Septemberwetter sorgte dann für einen ausgewogenen Wein.

     

     

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Die Farbe ist ein sehr blasses Gelb mit leicht grünem Schimmer. Am Gaumen bleibt der Wein zunächst diskret und offenbart sich erst nach einigen Sekunden. Die Sauvignon- und Buchsbaum-Noten treten rasch hervor.

  • Jahrgang 2003

    • Sauvignon 40 %
    • Sémillon 40 %
    • Muscadelle 20 %

    2003 ist als Weinjahr der Extreme in die Geschichte Bordeaux eingegangen. Schon der Winter 2002/2003 war ausgesprochen mild und die Trauben schlugen sehr früh in der 1. Märzhälfte aus. Dieser Vorsprung blieb bis zur Rebenblüte Ende Mai erhalten. Im weiteren Verlauf war der Sommer eher trocken, dazu aber unglaublich heiß von Mitte Juni bis zur Weinlese mit besonders extremen Hundstagen Mitte August. Unsere Weißweinreben waren in einem sehr guten Zustand und haben nicht unter diesen extremen Wetterbedingungen gelitten. Die Trauben waren also schon sehr früh reif. Die ersten Messungen am 20. August sorgten für eine Überraschung: die Säurewerte lagen sehr niedrig, die Fruchtigkeit war optimal – die Trauben waren reif!

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Der Jahrgang ist von blassgelber Farbe mit leicht grünem Schimmer. Das Bukett zeigt viel Frische mit Zitrusfrüchten und einem gut verschmolzenen Holzton. Am Gaumen ist der Anklang frisch und luftig, die Säure überrascht für einen Wein aus so einem heißen Jahr. Das Zitrusfruchtaroma hält an, im Abgang von Birne unterlegt.

  • Jahrgang 2002

    • Sauvignon 50 %
    • Sémillon 50 %

    2002 ist und bleibt ein erstaunlicher Jahrgang in Bordeaux. Die Traubenblüte wurde durch niedrige Temperaturen beeinträchtigt, so dass die Blüten verrieselten und ungleichmäßig ansetzten. Die Sommermonate waren zu kühl und der Jahrgang wurde nur durch eine sehr schöne Nachsaison gerettet. So konnten die Weißweintrauben doch noch ein sehr schönes technisches und aromatisches Reifestadium erreichen. Die Sauvignontrauben wurden am 19. September geerntet und die wunderbar vollreifen Sémillontrauben vom 22. bis 25. September.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Der Jahrgang hat ein kräftiges, intensives Bukett exotischer Früchte, vorherrschend Mango. Am Gaumen ist er zu Beginn füllig und frisch, dann reich und vollmundig. Der Wein ist ausgeglichen und langanhaltend. Im Abgang ist ein Hauch Zitrusfrüchte spürbar, doch herrscht insgesamt exotische Frucht vor.

  • Jahrgang 2001

    • Sauvignon 50 %
    • Sémillon 50 %

    Der Jahrgang 2001 begann mit einem regnerischen Winter und Frühling. Mai und Juni waren trocken, so dass die Blüte rasch und einheitlich vor sich ging. Der Sommer war ziemlich regnerisch und heiß, was das Wachstum und dadurch die Ausreifung der Trauben hinauszögerte. Der September war trocken und kühl und bewirkte eine langsame Ausreifung, die den Aromen trockener Weißweine sehr förderlich ist.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Die Farbe dieses Jahrgangs ist blassgelb, das Bukett elegant mit Blüten- und Fruchtnoten. Am Gaumen ist er zuerst geschmeidig und frisch. Anschließend entwickelt er ein sehr schönes Potential gefolgt von einem langen und vollen Abgang.

  • Jahrgang 2000

    • Sémillon 70 %
    • Sauvignon 30 %

    In Sachen Wachstumszyklus ein klassisches Jahr ohne große Vorzeitigkeit. Die Einzellagen, die seit jeher der Produktion des „R“ de Rieussec zugewiesen sind, wurden bei voller Ausreifung am 12. und 13. September geerntet. Als bemerkenswerte Ausnahme wurde ein kleiner Teil der Ernte in Fässern fermentiert, während die traditionelle Gärung in Tanks stattfand.

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Die Fassgärung bereicherte den Wein mit einem sehr leichten Holzaroma und einer progressiven Entwicklung im Mund. Der Abgang ist lang und ausgewogen.

  • Jahrgang 1999

    Ein vorzeitiges Jahr stellte das ganze technische Können unseres Teams auf die Probe. Denn nur so konnten sie den falschen Mehltau in die Schranken weisen, den ein ständiger Wechsel von Hitze und Feuchtigkeit begünstigt hatte. Die Weinlese fand daher für den „R“ de Rieussec außergewöhnlich vorzeitig statt.

     

     

     

    ERGEBNIS DER VERKOSTUNG (BEI ABFÜLLUNG)

    Dieser Jahrgang hat eine blassgoldene Robe mit grünem Schimmer und ein sehr feines Bukett mit Noten von Blüten und Früchten. Der Gaumen ist sehr schmackhaft und verführerisch durch seine Frische und Zartheit, die die Eleganz seines aromatischen Ausdrucks betonen.