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Primeurweine: Charles Chevallier stellt den Jahrgang 2012 vor

Ein schwieriges Jahr, wie wir es hoffentlich so bald nicht wieder erleben werden!

Gleich zu Anfang des Jahres kam es zu einem Hagelsturm am 24. April, die Blütezeit setzte verspätet ein (am 10. Juni) und fand zu allem Überfluss bei feuchtem Wetter statt. Das zog einen schlechten Fruchtansatz nach sich und wirkte sich negativ auf das qualitative Potential der Beeren aus.
Im Juni und Juli gab es dann ein Wechselspiel von warmem und feuchtem Wetter, hervorragende Bedingungen also für das Pilzwachstum: Im Weinberg gediehen alle Spielarten des Mehltaus, in den Wäldern dagegen Steinpilze und Pfifferlinge!
Unter diesen Bedingungen bereitete der Pflanzenschutz den Winzern und Anbauleitern allerhand Kopfzerbrechen, da diese Maßnahmen einerseits den Anforderungen einer erfolgreichen Rebkultur entsprechen, andererseits aber auch unsere Charta über „Nachhaltige Entwicklung“ erfüllen mussten.
Das schöne Wetter Ende August vermochte nichts gegen die ungleichmäßige Reifung des Traubenguts. Damit stand fest, dass die Lese sehr sorgfältige Sortierarbeiten erfordern und die zeitliche Organisation der Lese der verschiedenen Parzellen komplizierter als gewohnt sein würde.

Ende September kam es zu einer rasanten Entwicklung von Botrytis in den mit roten Rebsorten bestockten Weinbergen. Das erforderte viel Sachverstand und Fingerspitzengefühl seitens unserer Sortierteams, die sich bei ihrer Arbeit glücklicherweise auf ein optisches Beurteilungssystem für die Qualität der Beeren stützen konnten.

Auch auf Château Rieussec kam es zur Entwicklung von Botrytis; diese Edelfäule ging allerdings mit den anhaltenden Regengüssen wieder verloren.
Dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten kann sich das Ergebnis trotzdem sehen lassen: Der Jahrgang 2012 von Carmes de Rieussec ist ein angenehmer fruchtig-blumiger Wein, der «R» von Rieussec ist frisch und aromatisch.

Charles Chevallier

 Une année difficile, comme on n’a pas envie d’en voir souvent !  Dès le début, orage de grêle le 24 avril, puis floraison tardive (10 juin) sous un climat humide, ce qui va entraîner une mauvaise fécondation et avoir une incidence directe et négative sur le potentiel quantitatif. Juin et juillet nous donnent une alternance de chaleur et humidité, très favorable au développement des champignons : Mildiou et Oïdium sur la vigne, mais aussi cèpes et girolles dans les bois ! La protection contre les maladies est très difficile et tout l’art des vignerons et chefs de culture va s’exprimer,en jonglant avec les règles que nous nous sommes fixés dans la charte « Développement Durable ». Fin août, sous de belles chaleurs, nous constatons un début de maturité hétérogène, ce qui va entraîner des difficultés de trie au moment des vendanges, et des choix dans l’ordre de ramassage des parcelles plus complexes qu’à l’accoutumée.  La pression Botrytis monte sérieusement fin septembre dans les vignobles de rouge, et les équipes de trie, aidées par la « Visio sélection » font preuve d’un grand professionnalisme.  A Rieussec, le botrytis se développe mais les quartiers de noblesse se perdent au milieu de l’humidité ambiante. Malgré toutes les tentatives et l’implication de chacun, le résultat se confirme : nous ne produirons qu’unsympathique Carmes de Rieussec, fruité et floral et un «R» de Rieussec frais et aromatique.  Charles Chevallier