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2017: Lafite im Objektiv von Assaf Shoshan

Assaf Shoshan wurde 1973 in Jerusalem geboren. Er lebt und arbeitet abwechselnd in Paris und in Tel Aviv. Der Fotograf und Videokünstler Assaf Shoshan erkundet eine Welt, in der unaufhörlich neue Grenzen entstehen und wieder verschwinden, eine Welt, in der die Zeit auf eine besondere Art wahrgenommen wird. Seine Porträts und Landschaftsaufnahmen verbreiten eine geheimnisvolle Atmosphäre, der eine mysteriöse und unwirkliche Stimmung innewohnt.

Sein Werk „L’Utopie du mouvement“ ist eine Serie von Landschaftsaufnahmen, die er auf Einladung von Eric de Rothschild im Verlauf der vier Jahreszeiten auf Château Lafite angefertigt hat.

Es handelt sich um seine erste fotografische Arbeit, bei der keine Spuren menschlicher Aktivität zu erkennen sind. Auf diese Weise gelingt es ihm, eine völlig neue, vieldeutigere Zeitlichkeit zu schaffen, die keinerlei Anhaltspunkt über ihre Dauer gibt. Er setzt sich hier viel stärker mit der Idee der Bewegung auseinander als mit dem Konzept der Erwartung. Schließlich kennt die Natur weder Stillstand noch Stabilität; jedes Element lebt in seiner eigenen zeitlichen Dimension.  

Zwischen 2013 und 2014 machte Shoshan als  Gast der „Académie de France“ einen Studienaufenthalt in der Villa Médicis in Rom. Seine Arbeiten wurden bereits in verschiedenen Galerien und Museen in Frankreich und in Europa ausgestellt, zum Beispiel im Centre Pompidou in Paris, im Museum für zeitgenössische Kunst Rom (MACRO) oder auch in der Stiftung „Fondation Lambert“ in Avignon.