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Domaine d'Aussières, Bericht über die Weinlese des Jahrgangs 2015

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EIN JAHRGANG MIT NAHEZU IDEALEN AGROKLIMATISCHEN BEDINGUNGEN

Wie im Languedoc üblich wurden in diesem Weinjahr äußerst wechselhafte klimatische Bedingungen verzeichnet. Während es gegen Ende des Sommers im Norden der Region zu heftigen Regenschauern kam, fiel zum Beispiel in der weiter südlich gelegenen Umgebung von Narbonne kein einziger Tropfen Regen.        

In den Weinbergen von Aussières herrschten während der gesamten Vegetationsperiode ideale klimatische Bedingungen, die vom Ausschlagen der Reben über die Blüte bis hin zur Beerenreife andauerten.    

Dank dieses konstant günstigen Klimas erreichte das Rebgut einen optimalen Reifezustand in allen von uns bewirtschafteten Parzellen. Dies erzeugte eine bemerkenswerte aromatische Ausdruckskraft sowie ein perfektes Gleichgewicht bei den verschiedenen Rebsorten. Diese Beobachtung ist durchgehend für alle Sorten von den früh reifenden Chardonnays bis hin zu den spätreifenden Sorten Mourvèdre oder Cabernet Sauvignon gültig.

Die lokal heftigen Niederschläge im November 2014 feuchteten unsere Böden gut durch und füllten den Grundwasserspiegel großzügig auf. Diese optimalen Reserven sorgten für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt über das gesamte Weinjahr 2015.

Das milde Wetter im Spätherbst ermöglichte den Aufbau gut bestückter Vorräte für die winterliche Ruheperiode (Dormanz).

Der überwiegend milde Winter endete mit deutlich kälterem Wetter im Februar. Dies führte dazu, dass im März beim Ausschlagen der Reben eine signifikante Verzögerung von nahezu 14 Tagen entstanden war.

Erfreulicherweise stellten sich daraufhin frühlingshafte Temperaturen mit reichlichen Niederschlägen ein, so dass diese „entscheidende Phase“ für die Entwicklung der Reben unter ausgezeichneten Vorzeichen verlief.

Die sehr warmen Monate von Mai bis Juli führten dazu, dass der gegen Ende des Winters eingetretene Rückstand wieder vollkommen ausgeglichen wurde, und zum Zeitpunkt der Beerenreife nur noch ein Tag Verspätung gegenüber dem Durchschnitt bestand.

Während der Weinlese herrschte in der Region ein dauerhaft ideales Wetter mit kühlen Nacht- und heißen Tagestemperaturen, das unsere Rebsorten ausnahmslos in einen perfekten Reifezustand versetzte.

Die Lese begann am 3. September mit dem Chardonnay (2014 wurde übrigens am 1. September begonnen) und endete (genau wie 2014) am 2. Oktober mit dem Mourvèdre.

Die Verkostung der einzelnen Rebsorten zu verschiedenen Stadien der Weinbereitung im Gärkeller bestätigte das ausgezeichnete Niveau dieses Jahrgangs auf allen Ebenen und lässt ein hervorragendes Potenzial der zukünftigen Weine erwarten.

 

DIE REBSORTEN

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Corbières, südländische Rebsorten mit einem sehr guten Potenzial

Aufgrund der Wasserknappheit, die zum Ausdruck des weitgefächerten Potenzials der auf unseren besonders flachgründigen Böden gedeihenden südländischen Rebsorten notwendig ist, konnten diese ein ausgezeichnetes Qualitätsniveau entwickeln.
Die Rebsorte Mourvèdre, die besonders spät reift und in der Appellation Corbières als die heikelste gilt, hatte zwar unter den heißen Winden Ende September zu leiden, bußte aber glücklicherweise nichts von ihrem Potenzial für die Erzeugung von Spitzenweinen ein.

IGP Oc – bei diesen Weinen stimmen Qualität und Quantität  

Unsere tiefgründigeren Terroirs, die über entsprechend größere Wasserreserven verfügen, und auf denen wir Rebsorten aus dem Bordelais oder der Bourgogne anbauen, leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieses Jahrgangs.
Bei der Verkostung gelangten wir zu der Gewissheit, dass die schöne Ausgewogenheit und Frische, insbesondere beim Chardonnay und nicht zuletzt auch die Vielfalt der Weine bereits ein Vorgeschmack auf einen zukünftigen großen Jahrgang für Aussières sind.

Dieser Bericht wurde nach Ende der Weinlese von Aymeric Izard, dem Direktor von Château d’Aussières und von Eric Kohler, dem technischen Direktor der internationalen Domänen der Gruppe verfasst.