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Bericht über die Weinlese des Jahrgangs 2016, Bodegas CARO

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EIN KOMPLIZIERTES WEINJAHR BEIM MALBEC

Der Austrieb erfolgte ausgerechnet, als in der Region von Mendoza die tiefsten Temperaturen seit einem halben Jahrhundert herrschten. Aufgrund dieser Umstände fielen die Erträge um 30 % geringer aus als gewohnt, und die Beerenreife setzte mit einem Monat Verspätung ein. Zeitgleich mit den geringen Temperaturen gab es außerdem stärkere Regenfälle. Da die Region von Mendoza ein halbwüstenartiges Gebiet ist, hatte dies allerdings keine negativen Folgen für die Weinstöcke.

Zum Zeitpunkt der Weinlese hatten die Weinbeeren ein ungewöhnliches alkoholisches Gleichgewicht, einen hohen Säuregrad und intensive Geschmacksnoten entwickelt. Es ist zu erwarten, dass diese gleichermaßen eleganten wie bemerkenswerten Eigenschaften zum Markenzeichen des Jahrgangs 2016 werden. Die Weinlese begann am 2. April in der ersten Zone (Primera Zona) mit dem Malbec und endete am 22. April im Uco-Tal.

CABERNET SAUVIGNON: EINE HERAUSFORDERUNG DER NATUR

Das Weinjahr 2016 war sowohl beim Malbec als auch beim Cabernet Sauvignon durch geringe Erträge geprägt. Die größte Herausforderung ging übrigens von der Beschaffenheit des Bodens aus. Die Tiefe des Bodens, in der das Wasser normalerweise während der Trockenperioden gespeichert wird, ermöglichte ein übermäßiges vegetatives Wachstum und ließ Weine von durchschnittlicher Komplexität entstehen. Bei den tiefgründigen aber steinigen Böden war dies jedoch ein Vorteil, da diese eine langsame und ununterbrochene Reifung der Weinbeeren zuließen und zur Entstehung eines gut abgestimmten Gleichgewichts führten. Die Weinlese wurde vom 10. bis 21. April durchgeführt. 

 

UNSERE BEIDEN REGIONEN

Valle de Uco, Mendoza
Die Wachstumsperiode begann mit dem Austreiben der Reben zum gewohnten Termin, nämlich um den 10. Oktober herum. Im Oktober und November stellten sich jedoch die niedrigsten Temperaturen seit 1960 ein, wodurch sich die Zeitspanne vom Ausschlagen bis zur Blüte bis in den Dezember verschob (üblicherweise um den 15. November). Das kalte Wetter ließ lediglich einen geringen Fruchtansatz zu. Glücklicherweise gab es keine Spätfröste. Die Beerenreife erstreckte sich über fast einen Monat.

Zwischen Oktober und Januar gab es reichliche Regenfälle (die gesamte Niederschlagsmenge belief sich auf 679 mm gegenüber 269 mm im Mittel), und die Anzahl der warmen Tage lag deutlich unter den sonst üblichen Werten. Der Februar war der wärmste Monat, wogegen der März zu den trockensten Monaten seit Menschengedenken zählte. Diese sonderbaren Phänomene waren sicherlich das Werk von „El Niño“. Glücklicherweise ist es unseren Teams gelungen, ihre Arbeit an diese schwierigen Bedingungen anzupassen.

Primera Zona (Erste Zone), Mendoza
In Mendoza waren die Bedingungen ähnlich wie um Uco-Tal. Aufgrund der tiefen Temperaturen erfolgten die Blüte, der Fruchtansatz und die Beerenreife mit deutlicher Verspätung. Der in diesem Zeitraum verzeichnete Niederschlag von 467 mm steht in einem eklatanten Gegensatz zum historischen Mittel von 251 mm.
Der Boden in Agrelo und Las Compuertas ist tiefgründiger und kompakter als in Altamira (Uco-Tal). Daher konnte die Weinlese in der Primera Zona und im Uco-Tal praktisch zum selben Zeitpunkt durchgeführt werden.

Dieser Bericht über die Weinlese wurde von Fernanco Buscema, dem technischen Direktor von Bodegas CARO und von Olivier Trégoat, dem technischen Direktor der Domaines DBR (Lafite) außerhalb von Bordeaux verfasst.