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2014, die zweite Lese in unseren chinesischen Weinbergen

Ideale klimatische Bedingungen

Nach der ersten experimentalen Lese des Jahrgangs 2013 konnten unsere Teams ihre Felderfahrungen ein weiteres Jahr lang fortsetzen. Im Winter 2013-2014 zeigte sich, wie wichtig angemessene Schnittarbeiten für die Reben sind, um diese optimal auf die bevorstehende Winterzeit vorzubereiten.

Das Weinjahr in der Provinz Shandong war durch ausgezeichnete klimatische Bedingungen für den Weinbau geprägt. Verglichen mit dem letzten Jahr verlief die Entwicklung der Reben sogar um einige Tage zügiger.

Die Reben trieben am 23. April aus, die Blüte begann am 30. Mai, und der Beginn der Beerenreife erstreckte vom 22. Juli bis zum 7. August. Die gesamte Entwicklung verlief einheitlich und ohne Zwischenfälle.

Während der neuen Vegetationsperiode konnten wir die im Weinjahr 2013 gesammelten Erfahrungen in die Praxis umsetzen. Inzwischen haben wir große Fortschritte in der Kenntnis und Führung unserer Weingärten gemacht. Diese praktischen Erfahrungen ergänzen wir durch zusätzliche Studien der lokalen Umwelt und der Produktionsbedingungen.

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Handgelesene, hervorragend gereifte Beeren

Unsere Teams gingen mit großem Enthusiasmus an die Ernte der Früchte eines arbeitsreichen Weinjahres heran.

Während der Zeit der Reife war das Wetter warm und trocken. Perfekte Bedingungen also für eine langsame Reifung der Beeren, die darauf in einem optimalen Zustand und zum idealen Zeitpunkt gelesen werden konnten.

Bei der manuellen Weinlese wurden unseren lokalen Teams von einem guten Dutzend zusätzlicher Saisonarbeiter unterstützt. Die Weinlese erstreckte sich über den folgenden Zeitraum:

16. September: Syrah (1,7 ha)

16. September: Merlot (0,25 ha)

2. Oktober: Marselan (1,2 ha)

3. Oktober: Cabernet Franc (1,25 ha)

11., 13. und 14. Oktober: Cabernet Sauvignon (5,6 ha)

 Die Weinlese dauerte insgesamt 6 Arbeitstage und umfasste 10 Hektar Rebland. Dank der besonders milden Witterungsverhältnisse konnten wir wesentlich besser ausgereifte Beeren ernten als 2013.

Die Trauben wurden bei ihrer Ankunft in der Kellerei verlesen und rebsortenspezifisch vinifiziert.

 

Weine von schöner aromatischer Komplexität und ausgewogener Struktur

Die Gärungen verliefen unter optimalen Bedingungen. Das Qualitätsniveau der Weine ist durchaus vielversprechend (dabei ist zu berücksichtigen, dass die malolaktische Gärung bei bestimmten Mosten zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Berichts noch nicht abgeschlossen war).

 Der Wein zeichnet sich durch eine schöne aromatische Komplexität aus, hat eine gute Struktur und eine interessante Farbe. Dies zeigt sich insbesondere beim Cabernet Sauvignon, der den größten Anteil der angebauten Fläche ausmacht. Der Marselan, mit dem wir weniger Erfahrung haben, erbrachte ebenfalls ein vielversprechendes Ergebnis. Das verheißt Gutes für die Zukunft.

 Das gesamte Team ist von diesem zweiten Jahrgang begeistert. Er bestätigt nicht nur unsere guten Intuitionen von 2013, sondern er trägt auch zu einer besseren Kenntnis des Potenzials dieses Terroirs bei. Mit diesem Jahrgang wurde ein weiterer Meilenstein für dieses anspruchsvolle Projekt und unseren neuen Wein gesetzt.

 

Dieser Bericht über die Weinlese wurde von Olivier Richaud, dem technischen Direktor des Standorts von Penglai und von Eric Kohler, dem technischen Direktor der internationalen Domänen der Gruppe DBR (Lafite) verfasst.